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Eins, zwei, drei – mindestens. There is nothing such as perception.

Expeditionen in den Alltag und Wahrnehmungen als Beschreibungsmodelle.

Hochsitz ist die Darstellung eines Idealtypus der Konstruktion und Repräsentanz von öffentlichem Raum. Eine Erforschung der Wirksamkeit und Wirkmechanismen gesellschaftlicher Vorstellungen auf die Veränderungen eines kulturellen Raums. Die Entdeckung surrealer Welten. Eine Architektur des Todes, des Lebens und der Ordnung von Gesellschaft, Wald und Tier. Hochsitz ist fertig!

Wahrnehmung ist fragmentarisch. Nur ein kleiner Teil des Bildes von der Welt in unseren Köpfen beruht auf physikalischen Sinneseindrücken, so will es ein beliebtes (und mWn nicht hinterfragtes) Beschreibungsmodell. Das fragmentarische der Wahrnehmung erfasst dabei im Wesentlichen das Ganze – in unterschiedlicher Detailschärfe. Die Perzeption wird heute in aller Regel in einem fluiden Dreiklang beschrieben, die in verschiedene Begriffsmodelle gefasst werden:  Außenwelt, mentale Prozesse der Kognition und emotionalen Zustände.

Das Bild aus dieser Melange ist das Ergebnis der Perzeption, die Vorstellung der Welt aus Sinneseindrücken, diese selbst wieder einer Wahrnehmung zugänglich. Die naturwissenschaftlich – philosophische Auseinandersetzung um den Grad der Determination dieses Vorgangs bestimmt das Selbstbild unserer Gegenwart. Die Wahrnehmung ist Ausgangspunkt der Frage nach den daraus folgenden Reaktionen. Existiert die Welt für den Menschen nur durch den denkenden Verstand oder bestimmt uns unser Gehirn?
Von Jaques le Fataliste bis zur Kleinschrodt-Feuerbachschen Auseinandersetzung über die Zurechenbarkeit der Erfüllung eines Straftatbestands und dessen Voraussetungen, vom Kindsmord über Maulbeerbaum, Auflösung der Almende und Domänen: Willensfreiheit und Handlungsfreiheit bestimmen einen wesentlichen Bereich der Diskurse einer sich herausbildenden Zivilgesellschaft im 18. Jahrhundert.  Wie aber sind gesellschaftliche Prozesse und historische Entwicklungen denkbar, wie individuelle Verantwortung zurechenbar, wie Selbstbestimmung möglich, wenn wir Sklaven unserer Physiologie sind?

Stimmt natürlich alles nicht, hilft aber beim Denken.
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